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ALTES ZEUGHAUS
 Gasthaus seit 1648 | Etappenziel am Malerweg

• • • Elbsandsteingebirge
Sächsische Schweiz


  Die Geschichte
des Alten Zeughauses
  Telefonische
Reservierung
unter

035974.55800

Der Ursprung des Alten Zeughaus liegt im Jahre1642, sein heutiger Bau entstand etwa um 1870. Zeughäuser kennt man sonst nur von Städten, Festungen und Burgen, sie dienten dort als Lager für Waffen und Kriegsgerät. Hier in der wildreichen hinteren Sächsischen Schweiz wurde dagegen das Zeughaus ausschließlich für Jagdzwecke genutzt.
Ein kurfürstlicher Jagdknecht bewahrte hier das für die Hofjagden benötigte Jagdzeug, wie Fallen, Hasengarne, Saufedern, Schlingen, Stellnetze, Wildlappen, Wolfsspieße und Transportkisten auf. Selbst ein vergitterter Zwingerwagen hat bereit gestanden. Falls in der nahen Bärenfanggrube am Saupsdorfer Weg ein Braunbär lebend gefangen wurde, wurde er mit dem Wagen zum Hohnsteiner Bärengarten oder nach Dresden in den Bärenzwinger gebracht.
Später erst nur von Holzfällern und Fuhrleuten, aber auch von Schmugglern und Deserteuren besucht, diente das Alte Zeughaus vor ca. 180 Jahren den ersten "Schweizreisenden" als Einkehrstätte mit ländlicher Kost und preiswertem Nachtlager.
Mit dem Sesshaft werden eines Försters entstand um 1900 die Siedlung am Zeughaus, zu der neben dem eigentlichen Forsthaus bald weiter Forstwirtschaftsgebäude hinzu kamen. Angesichts der Grenznähe wurde in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts sogar die Errichtung eines Zollhauses erforderlich.
Auf diesem Grundstück wurde dann zu DDR-Zeiten ein aus drei großen Gebäuden bestehendes Ferienheim mit ca. 30 großzügigen Appartements für Mitarbeiter der Staatssicherheit (Stasi) errichtet.
Das Alte Zeughaus wurde 1974 geschlossen. Die gastronomische Versorgung der Wanderer und Bergsteiger wurde von da an in den Sommermonaten in einer Freiluftschänke betrieben. In den neunziger Jahren kam diese fast völlig zum erliegen. Das Ferienheim wurde noch bis 1996 als Hotel genutzt und stand seither leer.
Alle Ausschreibungen des Freistaates Sachsen für den Gesamtkomplex "Zeughäuser“ (Ferienheim und Altes Zeughaus) blieben bis 1999 ohne Erfolg. Im Mai 2000 erwarben Marc Henkenjohann und Marcus Ziegler das mittlerweile völlig herunter gekommene Alte Zeughaus. Sie verpflichteten sich neben der Sanierung des Alten Zeughauses zum Abriss des Stasiheims und der Renaturierung der dazugehörigen Flächen. Bereits im Februar 2002 konnte dem Freistaat das für ca. 150.000,00 EUR bereinigte und renaturierte Grundstück rückübertragen werden.
 

Restauration "Altes Zeughaus" - Zeughausstr. 5 - 01855 Kirnitzschtal - Telefon: +49 (0) 35974 - 55800

Verwaltung: Berghotel & Restaurant "Großer Winterberg"
Auf dem Winterberg 1, 01814 Bad Schandau • Postfach 1120, 01812 Bad Schandau
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